Posaunenchor Walldorf musiziert mit Carsten Klomp

Am Sonntag, den 27. Oktober 2013 erklangen in der Stadtkirche Walldorf festliche Klänge, gespielt vom Posaunenchor Walldorf unter der Leitung von Klaus Bernhard gemeinsam mit Prof. Carsten Klomp an der Orgel. Klomp, seit Sommer wohnhaft in Walldorf, ist Dozent für Orgelspiel an der Hochschule für Kirchenmusik in Heidelberg und Landeskantor der badischen Landeskirche. Er hat selbst einige Werke für die Besetzung Orgel und Bläser komponiert bzw. bearbeitet. So erklangen in der gut gefüllten Walldorfer Kirche zunächst, gemeinsam gespielt von der Empore, einige doppelchörige Choralvertonungen des Briten Charles V. Stanford, ursprünglich für Chor und Orgel geschrieben. Die Gemeinde konnte bei den Strophen zu „Lobet den Herren, den mächtigen König“ kräftig mitsingen. Die Choralbearbeitungen rahmten den Höhepunkt des ersten Teils ein: Die „Toccata festiva“ begeisterte mit rasanten Tastenläufen genauso wie mit ruhigen Hornklängen.

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Der Posaunenchor spielte – jetzt im Chorraum – einige zeitgenössische Werke der in der Posaunenarbeit bekannten Komponisten Traugott Fünfgeld und Dieter Wendel. Bei „Happy Walking to church“ und dem „Praise-Blues“ zeigte der Posaunenchor die moderne und swingende Seite der Kirchenmusik. Auch die „Jungbläser“ wirkten hier mit. Pfarrerin Wibke Klomp, die auch in der Posaunenarbeit groß geworden ist und selbst mitspielte, betonte die Bedeutung dieser Nachwuchsförderung und lud auch Interessierte zum Mitspielen ein. Eine kleine Überraschung war, dass der Posaunenchor im Konzert einen Preis für die Teilnahme am Video-Wettbewerb der Landeskirche überreicht bekam. Landeskantor Klomp übergab einen Scheck für die Dokumentation der „choralen Erstbesteigung des Monte Süd“. Carsten Klomp zeigte zwischendurch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten an der Orgel bei Bachs „Praeludium und Fuge in G-Dur“, bei Mozarts „Andante in F-Dur“ und einigen selbstkomponierten Choralvorspielen. Auch hier wurde es beim „Earth-and-Heaven-Blues“ modern und schwungvoll. Obmann Thomas Lazarus dankte allen Mitwirkenden in einem kurzen Schlusswort. Der stimmungsvolle Abend endete wieder etwas ruhiger: Bei der Meditation zu „Ich liege Herr, in deiner Hut“ und dem „Abendsegen“ kam die schöne Akustik der Stadtkirche voll zum Tragen. Nachdem die Gemeinde nochmals beim fulminanten „Festlichen Choral“ in das bekannte „Nun danket alle Gott“ einstimmen durfte, belohnte sie die Musiker mit lang anhaltendem Applaus.

Klaus Bernhard (Fotos: Patrick Meyer)

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