Chorleiterlehrgang – Der Moment, wenn Stille zu Klang wird

Nach unseren jährlichen Bläsereinsätzen mit dem Posaunenchor an Ostern ging es für mich direkt weiter nach Neckarzimmern zum Chorleiterlehrgang der badischen Posaunenarbeit. So ganz genau wusste ich nicht, was mich dort erwartet, denn bis jetzt war ich eigentlich immer nur auf dem „jungen Blech“ gewesen – und Chorleiter? Das macht man ja auch nicht alltäglich, zumindest nicht in meinem Alter.

Etwas aufgeregt und nervös war ich dann doch froh, neben 54 weiteren Teilnehmern meine Posaunenchorleiterin Juliane zwischen den erfahrenen Dozenten zu entdecken und zum Glück auch gute Freunde von anderen Lehrgängen.

Die 5 Tage in der Jugendbildungsstätte in Neckarzimmern waren für mich vollgepackt mit täglich etwa 7 Stunden Probe, einer Stunde Musiktheorie, Andachten, Einzelunterricht usw.

Ich habe viel über die Taktgebung, das Dirigieren und die Musik an sich erfahren und gelernt. Neben all den Proben und dem gemeinsamen Musizieren ist aber natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz gekommen. Bei all dem, was ich musikalisch erlernen durfte, sind auch neue Kontakte und Freundschaften entstanden. Sie bedeuten mir wirklich viel und prägen die Zeit dort natürlich genauso mit.

Ein ziemlich aufregendes Highlight für mich nach dem Lehrgang war, dass ich direkt am Montag in unserer ersten Posaunenchorprobe unseren Abschlusschoral dirigieren durfte. Der Moment in dem ich die Hände hob und aus der Stille hinaus der Choral ertönte, ist mir in Erinnerung geblieben. Ebenso, dass die Freundschaften, die ich über diesen und in anderen Lehrgängen geschlossen habe, auch außerhalb der Zeit dort anhalten.

Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Lehrgänge und darauf, die anderen endlich wieder zu sehen! Es ist jedes Mal aufs Neue eine unglaublich schöne und überwältigende Zeit.

Lina Rosker

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